- ANZEIGE -
Es war Anfang Februar, als ich mich wie üblich am Wochen- anfang mit meinen Schülern auf einem Speditionshof fast mitten in Köln traf. Wir ließen schon mal den Motor laufen und machten uns startklar. Es war ein kommen und gehen, Gliederzüge rangierten, halt der gewohnte Betrieb in einer Spedition. Als ich so über den Hof schaute kam von links ein Fuchs in gemächlicher Gangart über den Hof in Richtung Werkstatt, die aber noch die Rolltore geschlossen hatte. Wohl gemerkt, mitten zwischen den Lkw's, lauten Motoren und Rangierarbeiten, so als ob ihn das alles nix angeht. Da ich dachte er wird gleich verschwinden, pfiff ich um ihn zu einem kurzen halten zu bringen. Er stoppte, schaute sich nach mir um, setzte sich hin und beobachte mich und die drei noch anwesenden Männer. Das gibts doch nicht, sagte ich laut, mein Nachbar sagte daraufhin, na den kenn ich schon der ist hier morgens öfter. Das laute Gerede machte aber keinerlei Eindruck auf den in ca.20m Entfernung sitzenden Fuchs. Nun kam auch hinter dem Fuchs der Werkstattmeister, na da wird der aber gleich schnell davon laufen. Denkste: Der Meister begrüsste den Fuchs wie einen bekannten Hofhund, allerdings blieb Meister Reineke immer so auf 1-2m Distanz. Schon rief ich über den Hof, ja was ist das denn, sowas hab ich ja noch nie gesehen ! Antwortete der Meister mir, na der frisst sogar aus der Hand, holte prompt 2 Scheiben Toast und der Fuchs nahm sie vorsichtig aus seiner Hand. Auch liess er sich nun von mir nicht beeindrucken, als ich bis auf 3m herankam, und fleissig mit Blitzlicht Fotos machte. Wir haben auch noch einen älteren hier, er frisst aber nicht aus der Hand, dass muss man hinlegen und so 3m weggehen, dann nimmt er das auch. Die Fahrer verwöhnen die hier schon richtig, fragen wenn sie auf den Hof kommen, wo ist der Fuchs ? Ausserdem klauen die uns in der Wertkstatt auch schon mal die Brötchen vom Tisch, erzählte der Meister.
Ich hockte mich hin, der Fuchs kam vorsichtig hinter mich und beschnupperte mich nun, denke er hat meinen Hund gewittert, denn daraufhin nahm er einige Meter Abstand.
Mitten in der Stadt, zwischen Menschen und Maschinen, haben zwei doch sonst recht scheue Gesellen sich arrangiert. Wies scheint, zum Nutzen beider Seiten. Man kann dies nun finden wie man will, aber erstaunlich fand ich diese Begegnung schon.
|