Wenn ich an Kopfweh leide und Neurose, mich unverstanden fühle oder alt, dann konsultiere ich den Doktor Wald. Er wohnt ganz nah, gleich nebenan, Er ist mein Augenarzt und mein Psychiater, mein Orthopäde und mein Internist, Er hilft mir sicher über jeden Kater, ob er aus Kummer oder Kognak ist. Er hält nicht viel von Pülverchen und Pille, doch um so mehr von Luft und Sonnenschein! Ist seine Praxis auch sehr überlaufen, In seiner Obhut läuft man sich gesund! Er bringt uns immer wieder auf die Beine, verhindert Fettansatz und Gallensteine, Den Blutdruck regelt Er und das Gewicht, Nur Hausbesuche macht Er leider nicht! (Goethe)
Wenn du jagst auf grüner Au, auf Has, auf Hirsch und wilde Sau, ob als Herr oder als Knecht, nicht das wer, das wie ist waidgerecht
Wenn aus dem Talesgrunde Aufbruch zur Jagd erschallt, und das Geläut der Hunde durch Wald und Wiesen hallt, dann spür ich immer wieder des Leben tief´ren Sinn und freue mich darüber, dass ich ein Jäger bin ______________________________________________________
Sieht man doch in diesen Tagen Jäger ohne Hund oft jagen! Dieses ist --- es bleibt dabei --- einfach eine Schweinerei! Nicht die teuerste der Waffen kann Unfehlbarkeit verschaffen... Ob getroffen Huhn wie Hase, weiß allein die Hundenase! Oft glaubst Du,gefehlt zu haben, dabei hockt im nächsten Graben todeswund das Wild voll Schmerz, da hört auf jeder Scherz! Wer auf Wild die Waffe richtet, immer ist dazu verpflichtet, alles,was er hat beschossen, nachzusuchen unverdrossen. Und,da Menschennase,-augen zu dem Zwecke wenig taugen, Menschlichkeit zum Hunde zwingt, der das Wild zur Strecke bringt. Wer will zu den Jägern zählen, läßt kein Wild zu Tod sich quälen, jagt allein nicht durch die Weite, führt den guten Hund zur Seite
________________________________________ Es ist ein seltsam Ding, die Büchse zu umfassen, doch wer nur einmal jagen ging der kann es nicht mehr lassen
"La chasse, un bonheur à partager dans la nature vivante, riche et diversifiée!" Ein Spruch aus den neuen Charta der französischen Jäger. Übersetzt: "Die Jagd, ein in der lebenden, reichen und diversifizierten Natur zu teilendes Glück!"
In diesem Sinne wünsche ich Allzeit guten Anblick und Waidmannsheil *grins*
Ich sah den Wald im Sonnenglanz, Vom Abendrot beleuchtet, Belebt von düstrer Nebel Tanz, Vom Morgentau befeuchtet: Stets blieb er ernst, stets blieb er schön, Und stets mußt' ich ihn lieben. Die Freud' an ihm bleibt mir besteh'n, Die andern all zerstieben.
Ich sah den Wald im Sturmgebraus, Vom Winter tief umnachtet, Die Tannen sein in wirrem Graus, Vom Nord dahingeschlachtet; Und lieben mußt' ich ihn noch mehr, Ihn meiden könnt' ich nimmer. Schön ist er, düsterschön und hehr, Und Heimat bleibt er immer.
Ich sah mit hellen Augen ihn, Und auch mit tränenvollen; Bald hob er meinen frohen Sinn, Bald sänftigt' er mein Grollen. In Sommersglut, in Winterfrost, - Konnt' er mir mehr nicht geben, - So gab er meinem Herzen Trost; Und drum: Mein Wald, mein Leben
"wir sind so gern in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat" (F.N.)
Wie meistens ,hier ein paar liebreizende Zeilen vom guten W.Busch :
"Als ich ein kleiner Bube war, Da war ich schon ein Lump; Zigarren raucht ich heimlich schon, Trank auch schon Bier auf Pump.
Zur Hose hing das Hemd heraus, Die Stiefel lief ich krumm, Und statt zur Schule hinzugehn, Strich ich im Wald herum.
Wie hab ich's doch seit jener Zeit So herrlich weit gebracht!! - Die Zeit hat aus dem kleinen Lump 'n großen Lump gemacht."
und :
"Mein kleinster Fehler ist der Neid. - Aufrichtigkeit, Bescheidenheit, Dienstfertigkeit und Frömmigkeit, Obschon es herrlich schöne Gaben, Die gönn ich allen, die sie haben.
Nur wenn ich sehe, dass der Schlechte Das kriegt, was ich gern selbermöchte; Nur wenn ich leider in der Nähe So viele böse Menschen sehe, Und wenn ich dann so oft bemerke, Wie sie durch sittenlose Werke Den lasterhaften Leib ergötzen, Das freilich tut mich tief verletzen.
Sonst, wie gesagt, bin ich hienieden Gottlobunddank so recht zufrieden."
in dem Sinne ..Kopfhochaugenzuunddurchundärmelhochkrempeln Jotpeh